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03.09.2019, 12:17 Uhr
Waldschutz ist Klimaschutz
Panske und CDU Ascheberg auf Radtour durch den Wald

In dem Wald rund um das historische Wasserschloss Westerwinkel wachsen auf knapp 500 Hektar über 70 verschiedene Baumarten. Einen Einblick in dieses Ökosystem erhielt nun der heimische Landtagsabgeordnete Dietmar Panske im Rahmen seiner Sommertour zusammen mit Mitgliedern der CDU-Ascheberg um den Gemeindeverbandsvorsitzenden Maximilian Sandhowe.

Martin Böckenhoff, Forstverwalter der Graf von Merveldt`sche Forstverwaltung, führte die Gruppe mit Fahrrad durch den Wald und informierte über aktuelle Herausforderungen und Probleme der Waldbauern. „Obwohl der Wald bereits über Generationen gepflegt und forstwirtschaftlich genutzt wird, ermöglicht diese Vielfalt ein natürliches Pflanzenwachstum im Bodenbereich und bietet einer Vielzahl von Tieren ein Zuhause“, hob Böckenhoff die Bedeutung des Waldes als Lebens- und Wirtschaftsraum hervor. Die anhaltende Trockenheit in diesem und im vergangenen Jahr ginge aber auch am Herberner Wald nicht spurlos vorbei.

Als besonders problematisch sieht Böckenhoff die aktuelle Wetterlage: „Auch wir haben mit der Trockenheit und den Borkenkäfern zu kämpfen. Sind Bäume einmal befallen müssen diese schnellstmöglich geschlagen und aus dem Wald  gebracht werden, damit die Tiere nicht weitere, noch gesunde Bäume attackieren können. Das derzeitige hohe Angebot an Holz hat natürlich auch Auswirkungen auf den Preis, von den üblichen 90 € pro Festmeter sind wir zurzeit weit entfernt.“

„Im Landtag hat die Koalition aus CDU und FDP bereits im Herbst 2018 für eine Million Euro zusätzlich gesorgt sowie für Erleichterungen beim Einschlag, der Lagerung und der Abfuhr von Holz, um den Schwierigkeiten, mit denen die Forstwirtschaft zu kämpfen hat, zu begegnen. In 2019 stehen den Waldbauern in NRW bisher rund 6,2 Mio. € zur Bewältigung der Kalamität und rund 10 Mio. € zur Aufforstung zur Verfügung“, wusste der Landtagsabgeordnete aus Düsseldorf zu berichten. Klar war für Panske aber auch, dass es sich bei diesen Schritten nur um erste Maßnahmen handeln könne. Wie es nun weitergehe, solle auf einer durch die Landesregierung für den 11. November 2019 geplanten Wald-Konferenz mit Betroffenen und Wissenschaftlern diskutiert werden.

„Der Wald ist Erholungsraum für die Menschen, regelt den Wasser- und Temperaturhaushalt und ist Lieferant nachwachsender Rohstoffe. Zudem ist er als nachhaltiger CO2-Speicher unser wichtigster Klimaschützer. Waldschutz ist Klimaschutz“, machte Panske abschließend deutlich.
aktualisiert von Dietmar Panske, 03.09.2019, 12:18 Uhr
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