26.06.2020

„Der Wunsch der Eltern ist und bleibt entscheidend“

Auf veränderte Bedingungen passgenau und lösungsorientiert reagieren

Der Wunsch der großen Mehrheit der Grundschuleltern nach flexibler Über-Mittag-Betreuung war für die CDU der entscheidende Grund, sich über Jahre für die ÜBIs in unseren drei Orten einzusetzen. Dieser Wunsch ist in mehreren Befragungen sehr klar ermittelt worden.

Die OGS mit ihren damals engen Vorgaben (z.B. die verpflichtende Teilnahme an allen 5 Tagen) war von der Mehrzahl der Eltern in unserer Gemeinde über Jahrzehnte nicht gewollt. Diesem Anliegen der Eltern wollten wir als CDU durch die Unterstützung dieser Betreuungsform und der ehrenamtlich arbeitenden Elternvereine gerecht werden.

„Wir wollen für und mit den Eltern Politik machen und nicht gegen sie“, so Maximilian Sandhowe, Vorsitzender der CDU.

Inzwischen hat sich die Situation jedoch verändert. Immer mehr Eltern melden einen Betreuungsbedarf an und  das zum großen Teil auch an allen fünf Tagen der Woche. Dass dieser Bedarf noch weiter steigen wird, kann man an den stark nachgefragten U3-Plätzen bereits ablesen.

Darüber hinaus sind auch die früheren strengen Teilnahmeregelungen der OGS durch die neue Landesregierung spürbar flexibilisiert worden.

„Die Schülerinnen und Schüler können nun während der Zeiten der OGS am Nachmittag auch regelmäßigen an außerschulischen Bildungsangeboten (zum Beispiel in Sportvereinen oder Musikschulen) und am herkunftssprachlichen Unterricht teilnehmen. Ebenso ist es möglich, ehrenamtliche Tätigkeiten (zum Beispiel in Kirchen und Jugendgruppen) oder Therapien wahrzunehmen. Auch rein familiäre Ereignisse sind künftig ein Grund seine Kinder, von der Teilnahme am offenen Ganztag zu entbinden,“ berichtet Sandhowe.  

Auf Grund dieser Entwicklungen und auch im Hinblick auf den angekündigten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2025 haben beide Elternvereine signalisiert, dass sie an die Grenzen des Machbaren eines Elternvereins und eines ehrenamtlich arbeitenden Vorstands kommen und sie die Überleitung zu einer OGS für sinnvoll halten.

Die CDU teilt diese Einschätzung seit einiger Zeit und hat dies auch mehrfach entsprechend kommuniziert.

„Als Politik wollen wir auf sich verändernde Rahmenbedingungen sachgerecht und vor allem zielorientiert reagieren. Der Prozess der Überleitung muss nach unserer Auffassung in engem Dialog mit den Eltern bzw. ihren Vertretern in den Schulpflegschaften geschehen. Wir halten es für sehr wichtig, dass die pädagogischen Erfahrungen und die Fachkompetenz der derzeitigen Betreuungsteams unserer ÜBIs mit in die Konzepterarbeitung einfließen. Nur so wird der Übergang gut gelingen. Die Verbesserung der räumlichen Bedingungen muss dabei ebenso ganz oben auf der Agenda stehen,“ so Maria Schulte-Loh, schulpolitische Sprecherin der CDU, abschließend.

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